_______Geschichtsverein Pfullingen e.V.
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Beiträge zur Pfullinger Geschichte

Die Hefte 1 bis 3 sind vergriffen, Heft 15 stellt aber die erweiterte 2. Auflage von Heft 3 dar.

Heft 4 (Jg. 1987)

Pfullinger Lebensbilder: Julius Simon von Nördlinger. Königlich-Württembergischer Oberfinanzrat

Der als Sohn eines armen Bortenwebers in Pfullingen geborene Julius Simon Nördlinger (1771-1860) machte trotz seiner einfachen Herkunft eine beachtliche Karriere: ohne Schulabschluss eignete er sich als Autodidakt einen Bildungsstand an, der ihm einen Ruf als Professor an die Universität Tübingen einbrachte – den er jedoch ausschlug. Sein Arbeitsfeld wurde stattdessen die königlich-württembergische Finanzverwaltung, in der er bis zum königlichen Oberfinanzrat aufstieg. Außerdem wurde er zum Komtur des Württembergischen Kronordens ernannt, der mit dem persönlichen Adel verbunden war.

Sein „Selbstverfasster Lebenslauf“, zusammengetragen 1854, reicht weit über das familiengeschichtliche Interesse hinaus und vermittelt ein lebendiges Bild der bewegten Jahrzehnte des ausgehenden 18. und beginnenden 19. Jahrhunderts, in denen sich die Landkarte Europas grundlegend veränderte und Württemberg zum Königreich wurde.

  

Heft 5 (Jg. 1988)

Das Schlössle in Pfullingen. Geschichte und Restaurierung

Der Band behandelt die Geschichte und die mustergültige Restaurierung des Pfullinger „Schlössles“, eines streng gegliederten herrschaftlichen Wohnhauses, welches heute die stadtgeschichtliche Sammlung und den Raum für die Wechselausstellungen der Pfullinger Museen beherbergt.

  

Heft 6  (Jg. 1993)

Hermann Schwille: Mühlen I 
Die Pfullinger Wasser-Triebwerke an der Echaz von 1620 bis ins 20. Jahrhundert – 3/8-Kanal

Von der ersten Besiedlung bis in die Neuzeit hinein war die Echaz der Lebensnerv Pfullingens. Durch die Nutzung der Wasserkraft wurde Pfullingen zu einer Stadt der Mühlen – von der Sägemühle über die Walk-, Papier-, Hanf-, Öl- oder Flachsmühle bis zur Gips-, Pulver- und Schleifmühle. Der Band behandelt die Mühlen am 3/8-Kanal der Pfullinger Echaz.

 

Heft 7 (Jg. 1994)

Der Heilige Bischof Wolfgang aus Pfullingen.
Zum 1000. Todestag am 31.10.1994

Der Band behandelt anlässlich seines 1000. Todestages Leben und Wirken des wohl bedeutendsten Sohnes Pfullingens, des Heiligen Wolfgang (um 924-994). Nach dem Besuch der Klosterschule Reichenau und der Domschule zu Würzburg trat er in das Kloster Einsiedeln ein und ging später als Missionar nach Ungarn. Als er auf Wunsch des Kaisers Bischof von Regensburg werden sollte, wehrte er sich zunächst mit allen Kräften dagegen, übernahm dieses bedeutende Amt dann aber doch und wurde zu einer der herausragenden historischen Gestalten des 10. Jahrhunderts und schließlich zu einem großen Heiligen der damals noch ungeteilten abendländischen Christenheit.

 

Heft 8 (Jg. 1995)

Hermann Schwille: Mühlen II 
Die Pfullinger Wasser-Triebwerke an der Echaz von 1620 bis ins 20. Jahrhundert – 5/8-Kanal

Von der ersten Besiedlung bis in die Neuzeit hinein war die Echaz der Lebensnerv Pfullingens. Durch die Nutzung der Wasserkraft wurde Pfullingen zu einer Stadt der Mühlen – von der Sägemühle über die Walk-, Papier-, Hanf-, Öl- oder Flachsmühle bis zur Gips-, Pulver- und Schleifmühle. Der Band behandelt die Mühlen am 5/8-Kanal der Pfullinger Echaz.

  

Heft 9 (Jg. 1998)

Hermann Taigel:
Pfullingen 1699. Ein Dorf wird Stadt und Amt

Der Band behandelt sehr anschaulich den langen, steinigen Weg, den Pfullingen zurücklegen musste, um sich aus der Bevormundung des Uracher Oberamtes zu lösen, und schließlich 1699 mit der Schaffung eines eigenes Amtes durch Herzog Eberhard Ludwig von Württemberg den Status einer Amtsstadt zu erhalten.

Heft 10 (Jg. 1999)

Hermann Taigel:
Pfarrer, Lehrer, Ideologen.
Geschichtsschreiber
Pfullingens

Anhand von vier ausgewählten Protagonisten der Pfullinger Lokalgeschichtsschreibung unterzieht der renommierte Pfullinger Historiker Hermann Taigel in diesem Band die Entstehung und den Wandel des Pfullinger Geschichtsbildes einer kritischen Würdigung.

Die beiden Pfarrer Gottfried Maier (1853-1932) und Friedrich Walcher (1872-1957), der Lehrer Wilhelm Ziegler (1887-1957) und der Arzt Wilhelm Kinkelin (1896-1990) und jeweiligen historiografischen Leistungen für Pfullingen werden dabei im Kontext ihrer jeweiligen Zeit und ihrer jeweiligen Gesinnung – letztere beiden waren führende Pfullinger Nationalsozialisten - betrachtet und so wird deutlich, in welcher Weise Zeitumstände, subjektive Interessen und Standortgebundenheit die Darstellungen der Autoren geprägt haben.

Sonderheft  (Jg. 2002)

Chronik einer Pfullinger Klarisse.
Eine Brixener Handschrift.
In Faksimile nebst einem Anhang mit begleitenden Texten. Herausgegeben von Hermann Taigel

Ohne literarischen Anspruch und in einfacher Sprache berichtet um 1525 eine Klarissin in einer Chronik über das Leben im Pfullinger Klarissenkloster. Als 1559 im Kloster auf Befehl Herzog Christophs von Württemberg die Reformation zwangsweise endgültig eingeführt werden sollte, gelangte die Handschrift ins Kloster Brixen, wo sie bis heute bewahrt wurde.

Heft 11 (Jg. 2002)

Raimund Waibel:
750 Jahre Klarissenkloster der heiligen Cäcilie in Pfullingen

Der Band beschäftigt sich mit der Geschichte des Pfullinger Klarissenklosters der heiligen Cäcilie von 1252 bis 1649, des württembergischen Klosteramtes von 1649 bis 1810 sowie der baulichen Zeugen auf dem ehemaligen Klosterareal bis zur Gegenwart.

Heft 12  (Jg. 2003)

Christoph Reik:
Fremdarbeiter und Kriegsgefangene in Pfullingen

Der Band behandelt das Thema Zwangsarbeiter im Dritten Reich, das spätestens seit dem Aufkommen der Entschädigungsfrage 1998 ins öffentliche Bewusstsein geriet. Im Jahr 1944 kam jede fünfte Arbeitskraft im Deutschen Reich aus dem Ausland, diese Zwangsverpflichtung stellte die größte Arbeiter-Aushebung seit dem Ende der Sklaverei im 19. Jahrhundert dar.

Das vorliegende Werk über Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene in Pfullingen ist eine der ersten Lokalstudien dieser Art.

Heft 13   (Jg 2003)  

Franziskus, Klara und das Pfullinger Kloster

Vorträge anlässlich des 750-jährigen Jubiläums der Ersterwähnung des Pfullinger Klosters

Nachdem das Klarissenkloster zur Hl. Cäcilia in Pfullingen über 250 Jahre ein bedeutendes geistiges, kulturelles und wirtschaftliches Zentrum war, ist das Pfullinger Kloster nach der Reformation und dem 30-jährigen Krieg in Vergessenheit geraten. Das Jubiläumsjahr 2002 bot die Gelegenheit, dem Klarissenkloster einen angemessenen Platz im Geschichtsbewusstsein der Pfullinger zu verschaffen. Mit der religiösen, kulturellen und politischen Rolle des Klosters befasste sich eine Vortragsreihe des Geschichtsvereins Pfullingen. Diese Vortragstexte wurde in einem Heft der „Beiträge zur Pfullinger Geschichte“ zusammengefasst. Die Referenten waren: Prof. Dr. Karl Suso Frank, Prof. Dr. Dr. Helmut Feld, Dr. Hermann Ehmer und Dr. Felix Heinzer.

Heft 14  (Jg. 2005)

Hermann Taigel:
Louis Laiblin, Privatier. Ein schwäbischer Mäzen

Louis Laiblin (1861-1927), Spross einer Pfullinger Papierfabrikantendynastie, war einer der letzten großen Mäzene zu Anfang des 20. Jahrhunderts. Ohne eigene Nachkommen, vermachte er seiner Vaterstadt Pfullingen ein reiches Erbe, und bereits zu Lebzeiten machte er ihr zahlreiche Stiftungen, unter denen die Pfullinger Hallen und der Schönbergturm besonders hervorragen und das Andenken an den 1907 zum Ehrenbürger der Stadt Pfullingen ernannten Stifters bis heute wach halten.

Heft 15  (Jg. 2007)

Die Pfullinger Hallen und ihr Stifter Louis Laiblin

(Zweite, erweiterte Auflage von Heft 3/1982
Jubiläumsausgabe 100 Jahre Pfullinger Hallen 2007)

Der Band beschäftigt sich mit der Geschichte der Pfullinger Hallen, einem 1907 von dem Pfullinger Mäzen und späteren Ehrenbürger Louis Laiblin seiner Vaterstadt zur „Pflege des Schönen und Edlen“ gestifteten kombinierten Turn- und Festsaalbau. Dieser besticht noch heute durch die formenklare Architektur Theodor Fischers und die bemerkenswerten, von Schülern Adolf Hölzels geschaffenen Wandbilder.

 

Heft 16  (Jg. 2011)

Hermann Taigel: Pfullinger Geschichte 1918-1950, Teil 1: Pfullingen in der Weimarer Republik

und

Heft 1(Jg. 2011)

Hermann Taigel: Pfullinger Geschichte 1918-1950, Teil 2: Pfullingen im „Dritten Reich“

Zum ersten Mal wird in diesen beiden Bänden ein umfassender dokumentarischer Überblick über die Geschichte der Stadt Pfullingen vom Ende des Ersten Weltkrieges bis in die ersten Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges vorgelegt.

Der renommierte Pfullinger Historiker Dr. Hermann Taigel geht dabei anhand der vorliegenden zeitgenössischen Quellen – vor allem Berichte aus den Lokalzeitungen und Protokolle der Gemeinderatssitzungen – auf die Ereignisse und Entwicklungen in den wichtigsten Bereichen des städtischen Lebens ein. Die Wiedergabe längerer Auszüge aus diesen Quellen ermöglicht es beim Lesen, in die Vergangenheit Pfullingens einzutauchen und so aus erster Hand mitzuerleben, wie die Zeitgenossen diese erlebten. Über den lokalen Bezug hinaus gelingt es dem Autor auf eindrucksvolle Weise, den Leserinnen und Lesern die Ereignisse und Prozesse jener für die deutsche Geschichte so prägenden Zeit lebendig werden zu lassen.

Heft 18  (Jg 2015)

Stefan Spiller: „Kennt ihre Umgebung, empfindet deutlich, wenn ihr Unrecht geschieht.“ Die Pfullinger Opfer der NS-„Euthanasie“-Morde in biographischen Skizzen

Anhand kommunaler und staatlicher Archivquellen (u.a. Patientenakten), in einzelnen Fällen auch privater Überlieferung zeichnet der Band Biographien von zwölf Pfullingerinnen und Pfullingern nach, die im Jahr 1940 Opfer der NS-„Euthanasie“-Morde wurden.

Die historischen und organisatorischen Grundlagen des Tötungsprogramms an Kranken und Behinderten, das für den südwestdeutschen Raum in Grafeneck, keine 30 km entfernt von Pfullingen, umgesetzt wurde, werden dabei ebenso thematisiert wie die Recherchearbeit und spezifische Quellenprobleme.

Die Publikation versteht sich auch als Beitrag, den Opfern ihre systematisch genommene Identität ein Stück weit zurückzugeben.

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